Pflegeanleitung
Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise zur Pflege Ihrer Gitarre. Durch sorgsamen Umgang, regelmäßige Pflege und Kontrolle können Sie selbst viel dazu beitragen, die Qualität und den Wert Ihres Instruments dauerhaft zu erhalten.
Klimaverhältnisse
Holz ist ein lebendiges Material – bei Gitarren zudem sehr dünn gearbeitet. Extreme Luftfeuchtigkeit, starke Temperaturschwankungen oder eine dauerhaft trockene Umgebung können zu Lackschäden, Rissen, hervorstehenden Bünden oder gelösten Leimungen führen.
Es empfiehlt sich daher, im Raum ein verlässliches Hygrometer zu verwenden. Die ideale Umgebung liegt zwischen 40 und 55 % relative Luftfeuchtigkeit (meine Gitarren entstehen in einem Klima von etwa 40 %). Besonders in den Wintermonaten kann ein beheizter Raum durch Lüften rasch sehr trocken werden – bis zu 15 %. Regulieren Sie die Luftfeuchtigkeit bei Bedarf mit einem Luftbefeuchter; in feuchter Umgebung ist ein Entfeuchter sinnvoll.
Lagerung
Bewahren Sie Ihr Instrument am besten im Koffer auf. Für Reisen oder schwierige klimatische Bedingungen eignen sich Befeuchtungssysteme. Ich empfehle Humidipaks von D’Addario oder Boveda, die eine konstante, optimale Luftfeuchtigkeit gewährleisten.
Vermeiden Sie eine direkte Sonneneinstrahlung sowie die Lagerung in Heizungsnähe oder in einem in der Sonne stehenden Kraftfahrzeug. Bei einer Fußbodenheizung sollte die Gitarre stets erhöht aufbewahrt werden, um Schäden durch Austrocknung auszuschließen.
Pflege im Gebrauch
Wischen Sie nach jedem Spiel mit einem weichen Tuch aus Naturfasern über die Oberfläche, besonders an den Kontaktstellen von Hals und Korpus. Mikrofasertücher empfehle ich nicht, da sie feinste Kratzer im Lack hinterlassen können. Reinigen Sie außerdem die Unterseite der Saiten, um eine Abnutzung der Bünde zu vermeiden.
Die Oberfläche meiner Gitarren ist mit einer Schellackpolitur versehen. Sie schützt das Holz, lässt den Klang sich optimal entfalten und verleiht dem Instrument eine unübertroffene Ausstrahlung. Dieser Lack ist jedoch empfindlich gegenüber mechanischer Belastung, Hitze und Schweiß. Gehen Sie daher sorgsam mit Ihrer Gitarre um und vermeiden Sie direkten Hautkontakt mit dem Korpus.
Meine Empfehlung: Bei sehr expressivem Spiel können Sie gefährdete Stellen der Decke durch eine transparente Adhäsionsfolie, die den Lack nicht angreift, schützen.
Vermeiden Sie eine sehr harte Saitenspannung – sie schränkt die Klangentfaltung ein und belastet das Instrument unnötig. Auch auf ausgiebige perkussive Spieltechniken sollten Sie verzichten: Meine Gitarren sind zwar robust gebaut, jedoch für diese Spielweise nicht vorgesehen.
Schützen Sie beim Saitenwechsel die Decke hinter dem Steg mit einem Tuch oder einer Papierkarte. Wechseln Sie die Saiten einzeln oder in Gruppen von drei, um das Herausfallen der Knochenauflagen zu verhindern.
Möchten Sie dem Lack etwas Pflege zukommen lassen, verwenden Sie bitte ein mildes, natürliches Pflegemittel für Musikinstrumente, beispielsweise von Bellacura. Verzichten Sie auf Produkte mit Wachs- oder Silikonanteil, da diese eine spätere Überarbeitung der Oberfläche erschweren.
Zur Wartung der Mechanik genügt einmal jährlich ein Tropfen neutralen Universalöls, um ihre Gängigkeit zu erhalten.
