KONZERT
Ein effizientes und klangschönes Werkzeug für alle konzertierenden Musiker.
Beschreibung
- Mensur 65cm
- Kopf in Basisausführung
- Scheller-Mechaniken
- erhöhtes Griffbrett aus Ebenholz mit leichter Querwölbung
- durchgehender 20. Bund
- Schalllochrosette mit stilisiertem Blütenmotiv
- massive Decke aus Alpenfichte mit drei Fächerleisten und zwei Querleisten
- Stegsystem FABS zur Intonationregulierung
- Boden und Zargen aus Riegelahorn, Indischem Palisander oder Honduras-Palisander
- Gewölbter Boden mit sich zum Hals verjüngenden Zargen
- Schellack-Handpolitur
Hintergrund
Mein ältestes Modell in traditioneller spanischer Bauweise vereinigt Anregungen aus der Gitarrenbaugeschichte und der wissenschaftlichen Forschung, durchdachte Vorschläge zur technischen Optimierung sowie Hinweise hochrangiger Musiker zu einem ausgereiften modernen Gitarrenkonzept.
Wesentlich beeinflusst ist die KONZERT vom deutschen Gitarrenbau Anfang des 20. Jahrhunderts, insbesondere von Instrumenten von Richard Jakob (Weißgerber) und Hermann Hauser I. Die Deckenkonstruktion knüpft an ein Reichspatent von Hermann Hauser aus dem Jahr 1920 an. Seine Erfindung sollte die Qualitäten der Wiener und der Spanischen Gitarren verbinden.
Eine Gitarre von 1921, die auf diesem Patent basierte, ließ mich zudem die gängige Vorstellung von der zentralen Rolle der Gitarrendecke bei der Klangabstrahlung überdenken. Seitdem sehe ich die Gitarre als einen schwingenden Gesamtorganismus, was durch meine akustischen Untersuchungen zu Korpusschwingungen unterstützt wird.
Klang
Die KONZERT verfügt über ein reiches, transparentes Farbspektrum und einen ausgeglichenen mittenbetonten Klang mit druckvollen Bässen und einem obertonreichen Diskant.
Durch die betont horizontale Schallabstrahlung der Decke gelangt ein hoher Direktschallanteil zum Publikum und vermittelt so im Konzertsaal eine hohe Präsenz.
Ihre differenzierte und präzise Ansprache macht sie nicht nur für Solist:innen bestens geeignet, sondern auch zu einem ausdrucksstarken Kammermusikinstrument.
Es gilt die Empfehlung, die Gitarre von Angela Waltner einem direkten Klangvergleich mit HH I. zu unterziehen. Tradition ist erkennbar, bei grundlegend unterscheidbaren Charakteren. Mein größtes Kompliment lautet: Beide stehen stark und souverän nebeneinander.
